Mögliche Auswirkungen von dem Coronavirus auf unser freie Trauung/ Hochzeit. Bildquelle/ pixabay.com

Corona – Was das für meine Hochzeit in diesem Jahr bedeuten kann.

Täglich neue Nachricht, Maßnahmen und Einschränkungen wegen Corona. Was das jetzt alles für Eure geplante Hochzeit bedeuten kann haben wir in diesem Artikel für Euch zusammengetragen.

Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ist hochinfektiös und hat sich in kurzer Zeit weltweit verbreitet. Auch in Deutschland gibt es mittlerweile zahlreiche Fälle. Die Erkrankung COVID-19 verläuft in den meisten Fällen als grippaler Infekt und ist von einem Schnupfen oder einer echten Grippe (Influenza) klinisch nicht zu unterscheiden. Experten gehen davon aus, dass sich 70% der Bevölkerung auf jeden Fall anstecken werden. Die Frage ist nur wie schnell dies geschieht und ob unser Gesundheitssystem damit darauf reagieren kann oder überfordert sein wird. Deshalb werden überall präventive Maßnahmen ergriffen.

Wer endscheidet welche Maßnahmen?

In Deutschland kann in den meisten Fällen nicht zentral entschieden werden (Föderales System). Viele Kompetenzen und Entscheidungen liegen daher bei den Ländern und hier beschließt man gemäß § 28 Absatz 1 des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz – IfSG) zur Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 entsprechende Maßnahmen. Aber Auch Kommunen können selber Dinge beschließen.

Was hat das alles für Folgen auf meine Trauung. Nun, es kann sein, dass Kommune A öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen komplett verbietet und Kommune B dies nicht tut.

Was gilt für meine geplante Hochzeit?

Beispiel Hamburg: die Stadt hat jetzt tatsächlich solche nicht öffentlichen Veranstaltungen verboten. Bisher (Stand 16.03.2020) sind zwar „… Veranstaltungen im privaten oder familiären Bereich (wie etwa Hochzeiten, Trauerfeiern und vergleichbare Veranstaltungen) sind bis zu einer Zahl von 100 Teilnehmenden von der Untersagung ausgenommen…“[1], gleichzeitig ist aber auch Gewerbebetrieben verboten worden für Publikumsverkehr offen zu sein. Jetzt kann also davon abhängen wo Du deine Feier geplant hast und ob Deine Lokation für Dich öffnen darf oder eben nicht. Die Stadt Hamburg schreibt deswegen in Ihrer Verfügung: „Es wird im Übrigen aus Gründen des Infektionsschutzes empfohlen, private Veranstaltungen zu verschieben oder abzusagen.


Tatsächlich gibt es bereits erste Berichte in denen die Polizei Hochzeitsfeiern beendete. Was aber wo gerade noch erlaubt ist, hängt sehr von der Region und der aktuellen Gefahrenlage (die sich stündlich ändert) ab. Weiterhelfen können hier die Ordnungsämter vor Ort.

Kirchen empfehlen Verschiebung von Trauungen

Es gibt in Deutschland rund 19 verschiedenen evangelische Landeskirchen, die römisch Katholische Kirche, dazu zahlreiche Freikirchen. Viele empfehlen aktuell dringend, bis auf Weiteres auf alle Gottesdienste zu verzichten. Das gilt auch für Konfirmationen, Trauungen und Taufen, mit Ausnahme von Bestattungen. Auch hier empfiehlt man verschiebbare Anlässe zu verschieben. Was vor Ort in Eurer Region gilt hängt nicht nur von der Kirche, sondern auch von dem Pfarrer vor Ort ab.

Die meisten Kirchen empfehlen ine Verschiebung der Trauung.

Faktor Dienstleister bei Eurer Trauung

Dienstverträge mit Dienstleistern wie DJ, Hochzeitsredner, Fotograf usw. sind (beidseitig) in der Regel nur bei einem wichtigen Grund kündbar. Den „wichtigen Grund regelt das Gesetzt (§ 314 Abs. 1 Satz 2 BGB):

„Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn dem kündigenden Teil unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses bis zur vereinbarten Beendigung oder bis zum Ablauf einer Kündigungsfrist nicht zugemutet werden kann.“

Liegt in der aktuellen Lage ein solch wichtiger Grund vor? Wir denken schon! Es kann also sehr wohl sein, dass Euch Dienstleister abspringen!

Faktor Hochzeitsgäste

Die Oma, der Uropa, Tante Hilde die gerade aus dem Krankenhaus gekommen ist und Gott sei Dank die Lungenkrankheit gerade überstanden hat – alle sind sie auf der Hochzeit eingeladen. Ja, aber eben genau diese Gäste zählen zu der Risikogruppe! Selbsz wenn niemand ans „Ausladen“ denkt, aber möglicherweise sagen diese Gäste selber ab und andere tun es nicht, kommen aber trotzdem aus Angst der Ansteckung nicht?!

Was sollen wir tun?

Zunächst einmal: Keine Panik! Selbst eine Verschiebung wäre zwar sehr ärgerlich, aber jeder hätte in der aktuellen Lage dafür sicherlich Verständnis… aber auch das ist nicht zwingend notwendig. Es hängt vor allem an folgenden Faktoren ab:

  • Wie viele Gäste habt ihr?
  • In welcher Region heiratet ihr? Was gibt es hier für lokale Bestimmungen (fragt das Ordnungsamt)?
  • Wie verhalten sich die gebuchten Dienstleister?
  • Was sagt Euer Bauchgefühl?
Redet mit einander

Was ist jetzt tun solltet ist Euch als Paar zunächst klar zu machen was ihr wollt. In einem zweiten Schritt solltet ihr mit allen Dienstleistern sprechen und verschiedene Szenarien durchsielen (Was ist wenn wir absagen? Was wenn wir verschieben? Was wenn es nicht stattfinden darf? USW.).

Unser Redner von rent-a-pastor.com jedenfalls sind gerne bereit mit Euch zusammen Lösungen zu finden… sprecht uns an! Bleibt gesund und lasst Euch die Vorfreude nicht verderben.


[1] https://www.hamburg.de/coronavirus/pressemeldungen/13721232/allgemeinverfuegung-zur-eindaemmung-des-coronavirus-in-hamburg/