Trau Dich_Jürgen Ferrary_Berlin heiraten

Exklusivinterview mit dem „SAT1 Trau Dich – Pastor“

Lesedauer ca. 3 Minuten

Unsere Agentur hat schon viele Redner für diverse TV-Produktionsfirmen stellen können (Pro7, RTL, SAT1, VOX usw.) – kein Wunder: Wir haben ja auch die Besten der Besten! Unser Redner Jürgen Ferrary (der „Ferrary unter den Hochzeitspastoren aus Berlin“) durfte jetzt bei der SAT 1 Sendung Trau Dich wieder ein wunderbares Paar trauen und überraschen.

Jürgen, du warst ja nun schon einige Male im Fernsehen zu sehen. Einst bei VOX bei „Danielas Hochzeitsgeheimnis“, jetzt gerade bei Sat1 bei „Trau Dich“. Wie ist das Fernsehen auf dich gekommen?

Die haben mich ganz normal über die Internetseite gefunden, wie die meisten Paare auch.

Was waren Kriterien, dass du ausgewählt wurdest?

(lacht) Erst dachte ich, die finden keinen anderen „Dummen“, der das machen möchte, aber beim näheren Kennenlernen sagten mir die Leute vom Fernsehen, dass ihnen meine Texte auf der Internetseite wohl zugesagt hätten. Die hätten nicht so abgebrüht professionell geklungen, sondern so, als wäre ich noch mit Herz bei der Sache. Ich denke, darum muss es in unserem Job auch gehen, um das Herz. Wenn ich den Job nur als Job sehe, dann, glaube ich, sollte ich aufhören.

 



Wie war das für dich, eine Hochzeitszeremonie zu feiern, bei der Kameras anwesend waren?

Ich persönlich habe es zur Bedingung gemacht, dass die Zeremonie als Zeremonie in Gänze erhalten bleibt, sprich, dass während der Zeremonie kein „CUT!“ geschrien wird oder Szenen wiederholt gedreht werden würden. Mir ging es darum, dass die Paare auch in dieser ganz speziellen Situation eine „normale“, romantische Hochzeit erleben dürfen, bei der sie die Kameras am besten vergessen würden. Ich selber konnte die Kameras ganz schnell ausblenden. Ein Mikro habe ich ja öfters angesteckt, das war also nichts Ungewöhnliches – und den Gedanken, dass es sein kann, dass ein paar Leute einen im Fernseher sehen, habe ich einfach versucht auszublenden.

Hattest du keine Angst, dass dein Beruf zum Trash verkommt oder dass der Fernsehsender dich in einem komischen Licht darstellt?

Eigentlich nicht. Ich habe vorher genau abgeklärt, worum es bei „Trau Dich“ geht. Wir schwimmen ja gerade auf einer Romantikwelle, was Hochzeiten im Fernsehen angeht. Da war es schon ganz schnell klar, dass gar kein Interesse daran besteht, dass irgendetwas unromantisch oder albern werden würde. Natürlich war die Sorge noch ein Stück größer als bei einer Hochzeit ohne Kameras, dass etwas schiefgehen würde. Aber das Risiko haben wir ja immer. Wenn etwas schiefläuft, dann erinnern sich die Menschen so oder so für ewig daran. Aber ich hatte schon das Vertrauen, dass das Fernsehen das herausschneidet. Bei Frau Katzenberger z.B. hat bei einer Hochzeit die kleine Tochter mitten in der Zeremonie einen Heul-Krampf bekommen. Ich habe sie versucht zu trösten, wie ich es auch sonst getan hätte – das wurde dann aber herausgeschnitten.

Bei „Trau Dich“ warst du trotz zweier Drehtagen eigentlich fast gar nicht zu sehen. Hat dich das frustriert?

Nein. Zum einen bin ich aus dem eitlen Alter heraus (grinst), zum anderen ging es mir bei dem Dreh um das Paar. Mein Ansinnen war es, wie bei jeder Hochzeit, dass das Paar einen wunderschönen Tag verlebt, den es nicht vergisst. Natürlich hilft einem das, wenn ein Name genannt oder eingeblendet wird, das führt sicherlich zu besseren Klickzahlen – und Werbung haben wir, glaube ich – alle nie genug. Aber das war ja nicht der Grund, warum ich mich auf den Dreh eingelassen habe.

Gibt es etwas, dass du Paaren oder auch Kollegen mitgeben möchtest, wenn die die Möglichkeit bekommen, etwas mit dem Fernsehen zusammen zu machen?

Ich würde mir das ganz genau überlegen. Besonders als Paar. Es gibt Formate, die einem die Hochzeit madig machen. Dafür finde ich den Tag zu wichtig. Ich träume immer noch davon, dass Ehe eine Gabe Gottes ist, die ein Leben lang halten und glücklich sein kann. Und deswegen sollte dieser Tag so sein, wie das Paar ihn begehen möchte. Wenn dann andere über „meine“ Hochzeit herziehen, dann kann das – denke ich – ganz schön viel kaputt machen. Was Pastoren angeht, so würde ich auch dazu raten, alles genau zu prüfen. Kann ich mich so geben, wie ich bin? Muss ich etwas tun, was meinem Glauben und oder meiner Berufsehre  (oder meinem Gewissen) widerspricht? Besteht die Chance, dass mir das Ganze schadet – und wenn dem so ist, ehrt es trotzdem Gott? Wenn ich das alles mit meinem Glauben und meinem Gewissen abgecheckt habe, dann spricht aus meiner Erfahrung nichts dagegen, Hochzeitszeremonien auch im Fernsehen zu machen.

Würdest du dich noch einmal darauf einlassen?

Es kommt auf das Format an – und, was mein Gewissen und mein Terminplan sagen.

Vielen Dank für das Gespräch.

Super gerne!


Jürgen ist in Teilzeit als Pastor in einer internationalen, englischsprachigen Gemeinde in Berlin angestellt und daneben seit 2012 als freier Redner für Hochzeiten und Trauerfeiern unterwegs. Seit 2016 ist Jürgen bei Rent-a-Pastor gelistet.


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Titelbild: Sceenshot

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