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Wenn ein Hochzeitsmuffel die richtige Hochzeitsrednerin findet.

Eigentlich war er ein Heiratsgegner. Wir haben viele, lange Jahre in einem Haus gewohnt. Er in der Dachgeschosswohnung mit Giebel mit Blick auf den Park und die Weinberge, wir in den Etagen unten drunter. Damals war er noch Abiturient, meine Kinder klein. Wir wuchsen sozusagen zusammen heran.

Er war unser Gitarrenlehrer, ein begnadeter Musiker. Je unglücklicher er war, desto großartiger seine Musik. Liebesgeschichten hatte er wenige, die erste, die wir mitbekamen, war musikalisch für uns dramatisch genussreich. Während seiner Ausbildung lernte er Silvester ein Mädel kennen, Ukrainerin. Es war keine Liebe auf den ersten Blick – aber sie wurden Freunde. Als sich das so gut anfühlte, wie echtes Verliebtsein, fragte er eines Tages, ob sie zu ihm ziehen dürfe. Sie war ein bezauberndes Mädchen, gebildet, höflich, fleißig, ordentlich, bildhübsch. Beide studierten. Nach seinem Masterstudium stand Ortswechsel an.

Bei seinem Auszug weinte ich lauter und länger als bei den Auszügen meiner Töchter, die irgendwie undramatisch verliefen. Sie fanden Anstellung und Wohnung in einer süddeutschen Hauptstadt. Bei Heimatbesuchen brüskierte mein Mann regelmäßig mit der Frage: „und, wann wird geheiratet?“ Ich hätte ihm da immer am liebsten unter dem Tisch gegen das Schienbein getreten. Ich wusste ja, dass er vom Heiraten nicht viel hielt. Für seine Freundin tat es mir leid. Weil erstens, war ihre Liebe zueinander offensichtlich und aufrichtig, und sie wünschte sich eine Familie, mit ehelicher Verbindung. Zum Anderen enstammt sie einer Kultur, für welche „Heirat“ die logische Schlussfolgerung für eine Liebesbeziehung oder freundschaftliche Verbindung war. Also verbot ich meinem Mann, das junge Paar mit dieser Frage wieder in Verlegenheit zu bringen.

Die Wende.

Diesmal war alles anders: Silvester 2014, genau an ihrem 10. Jahrestag, hatte er ihr einen Heiratsantrag gemacht. Während die Menschenmengen das Feuerwerk am Himmel bestaunten, bestürzte er seine überwältigte Freundin mit der Frage: „Willst du mich heiraten“. Mit tränenverschleiertem Blick konnte sie nur nicken und stammeln: „Ja, ja!“ Am 1. Januar 2015 posteten sie auf Facebook „Status- verlobt“ Yeah, es geschehen Zeichen und Wunder!!! Wenn DAS kein Wunder war. Sein Herz war einen Weg gegangen, das diese lange Zeit und Erfahrungen brauchte, um zu der Überzeugung und Sicherheit zu gelangen: „Das ist die Frau, mit der ich mein Leben verbringen möchte, eine Familie gründen, und mit ihr alt werden“.

Mein Herz jubelte, wie habe ich mich mit ihnen gefreut! Nun, da sie wussten, dass sie heiraten wollen, entstand die Frage, wie man das machen kann mit der Hochzeit. Wann, wie, wo? An ihrem neuen Wohnort zu heiraten, war eine Option. Aber einfach so in eine Kirche zu gehen, nach dem Pfarrer zu fragen, den sie nicht kannten, und der sie nicht kannte, war eine Vorstellung, die ihnen alle Freude nahm. Er war nicht kirchenverbunden, aber mit Gott im Glauben wohl… Sie war orthodox, und hätte sich eine kirchliche Trauung sehr gewünscht.

Ob ich vielleicht eine Ahnung hätte, „Du machst doch so was öfter…“ Sofort hatte ich Ideen: Sie könnten eine freie Trauung machen. Sich einen Redner aussuchen und entweder in einer Kirche, einem Festsaal, auf einer Wiese oder an einem Strand die Feier inszenieren.

Oder, sie könnten hier in Wiesbaden standesamtlich heiraten, hier eine Zeremonie mit allen deutschen Verwandten und Freunden halten, und dann noch mal groß heiraten in der Ukraine. „Ja“ , sagte er, „ich hab mir gedacht, wenn ich schon „kirchlich“ heiraten müsste, dann wäre es für mich am allerschönsten, es wäre jemand, den wir kennen und der uns kennt… und ich könnte mir niemand Besseren vorstellen, als Dich…“ Wow, das hat mich echt berührt. Bisher habe ich ja nur die Zeremonien vorbereitet und gehalten.

Hochzeitslokation.

Das Hochzeitspaar kam zu mir, nachdem es das Datum und die Lokation festgelegt hatte, und suchte nun einen passenden Redner. Wie gut, dass ich die schönsten Orte dieser Region bereits behochzeitet habe und wir gingen die in Frage kommenden durch:

  • Villa im Tal, gehobene Gastronomie und herrlicher Außenbereich, auf einer Wiese am Bach unter Bäumen Raum für eine Freie Trauungszeremonie, Vollprofies, auch bei SchlechtWetter.
  • Landhaus Diedert in Klarenthal, nebenan gibt es eine kleine Kapelle aus dem 12. Jahrhundert.
  • Oder den Dreililiensaal bei Wagners im Opelbad. Da steht die Griechische Kapelle mit ihren Goldkuppeln in Sichtweise, dort könnte man herrliche Fotos machen. In der Bergkirche könnte man fragen, ob der Pfarrer eine freie Trauung erlauben würde –aber dieser legt Wert auf evangelische Kirchenzughörigkeit.
  • Auf der Burg Sonnenberg – das könnte allerdings mit der Zeremonie schwierig werden.
  • Eine Möglichkeit wäre noch das Weingut „Weidenmühle“ in Wicker, die haben eine naturgrüne Wiese neben dem Gehöft.
  • Oder „Falkenberg“ mit seinem verzauberten Felsenkeller in Flörsheim. Nur ne Viertelstunde Autofahrt entfernt.

Geschwind schrieben wir eine Liste und – das war der Anfang… der Hochzeitsvorbereitungen. Sie seufzten ein bisschen, all die zu treffenden Entscheidungen, die vor ihnen liegen. Aber – das gehört dazu, und ich finde es superspannend und schön!, die Hochzeit zu gestalten. Sie soll GENAU SO werden, wie es zu ihnen passt, ihnen entspricht und sie sich das wünschen. Ich weiß jetzt schon, es wird tränennass und wunderwunderschön…

Und ich staune über den Heiratsmuffel, der er einmal war. Jetzt ist er ein Bräutigam, der sich auf seine Hochzeit freut und fest entschlossen ist, seine Braut strahlend und glücklich „zum Altar“ zu führen, sei es in einer Kirche oder auf einer Wiese.


Autor: Marion Klug, Rednerin bei rent-a-pastor.com

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